Eine erste Zwischenbilanz

Nehmen wir mal an, es gibt sie, die Meister des Novus Ordo Seclorum, die Herren der Neuen Weltordnung. Müssten sie nicht zufrieden sein, ja, mehr als zufrieden mit dem Erreichten. Die Welt in einem Zustand der allgemeinen Selbstunterwerfung, nach dem Durchgang der Selbstverblödung. Müssten sie nicht dankbar sein bspw. dem Erfinder Facebooks oder Googles oder Y-Tubes, immer vorausgesetzt sie hätten nicht ihre Finger im Spiel gehabt, als ein Zuckerberg seine geniale Idee eines sozialen Netzwerks ausbrütete? Und wie dankbar müssten sie sein für eine Medienlandschaft in der der Wahlkampf um die Präsidentschaft in Amerika zu einem Catch as Catch can verkommen ist. In dem es lediglich um die Einschaltquoten geht, wenn von einem Kopf an Kopf Rennen geschrien wird, wenn doch der Sieger schon lange feststeht? Wie glücklich müssten sie sein über den Zustand einer weltweit allgemeinen Mittelmäßigkeit, die, mittlerweile erhoben zum alles umfassenden Standard, selbst die Fächer der Wissenschaft in die Abgründe der eitlen Selbstdarstellung gestürzt sieht? Wie überaus selbstzufrieden könnten sie auf eine Rückkehr der Verblödung durch Religion, allerlei Humbuggläubigkeit und Sektenblüten blicken? Gar nicht zu reden von einer weltweit gleichgültig hingenommenen Totalüberwachung durch moderne Spionageeinrichtungen, die so effizient sind, dass die Bewegungen einer einzelnen Person rund um den Globus genauestens verfolgt werden kann. Ja, von der Bereitwilligkeit unser aller, ständig und zu jeder Minute unseres Lebens ohne Not preiszugeben, wo wir sind, was wir tun und wo wir hingehen werden. Gläserne Menschen in einer gläsernen Welt. Der Alptraum der Schriftsteller, Soziologen und Philosophen vergangener Jahrhunderte ist wahr geworden, ohne das er uns in Schrecken versetzen würde. Wir reden gern von diesen Meistern der Neuen Weltordnung, noch lieber, so scheint es, liefern wir uns ihnen aus.
Aber es gibt sie ja nicht! rufen wir jeden Tag aufs Neue aus. sie sind Chimären irgendwelcher Leute die an die Weltverschwörung glauben, für die das ganze Leben eine einzige Paranoia ist. Wir wissen, diese Meister sind eine Einbildung, dazu da, uns Angst zu machen uns gefügig zu machen Buhmänner, die uns erschrecken sollen, wenn wir im Dunkel unserer Zweifel umherstolpern und… halt! Vielleicht haben sie damit auch schon wieder eins ihrer Ziele erreicht. Die Adepten, die uns im Buch begegnen waren noch Gläubige, noch Überzeugte. Wir so scheint es sind schon einen Schritt weiter, wir glauben zwar nicht mehr an eine Existenz dieser Meister, wir haben sie und ihre Ziele längst verinnerlicht. Für uns brauchen sie keinen Platz mehr in einer Eiswelt im Himalaya oder am Nordpol oder irgendwo unter der Erde. Für uns sind sie längst aufgestiegen aus diesen Unterwelten des Bewusstseins und haben ihren festen Platz in unserem Leben in unseren täglichen Handlungen. Wenn Gurdijew von der Annahme ausging, wir seien Roboter, die durch ständige Meditationen dieses Roboterdasein überwinden können, dann haben wir nach seiner Lehre dieses Dasein längst überwunden, allerdings mit einem völlig anderen Ergebnis, als er geglaubt hat. Vom individuellen Roboterdasein sind wir zu einer einzigen Maschine geworden, die zu steuern nur der entsprechenden Kenntnisse bedarf. Und über diese Kenntnisse verfügen die Meister der Neuen Weltordnung…wenn es sie denn gibt!?