Zum Sechzigsten der Kanzlerin

 

Zum Sechzigsten der Kanzlerin

Franz Josef Strauß hat den Spiegel, glaube ich, mal die linke Kampfpresse genannt. Wem der Song der Bläck Fööss noch im Ohr ist kann, um im Bild zu bleiben, das Blatt wohl heute die Mikado Presse nennen. Der sechzigste Geburtstag der Kanzlerin und die damit verbundenen Artikel in diesem linksintellektuell abgespeckten und auf politische Korrektheiten reduzierten bla… bla… Blatt drängt dem Leser den Vergleich förmlich auf. Was auch sonst, nach dem Aufreger um den Gaucho Tanz der Fußball Nationalelf? Waren es früher die katholische und evangelische Kirche die uns aufforderten zum Lachen in den Keller zu gehen, so hat man heute den Eindruck, sind es jene Schreiber beim Spiegel und vergleichbarer Blätter, die in ihrer beständigen Angst irgendetwas könnte politisch unkorrekt sein, uns Leser und letztendlich sich selbst zu bedächtigen Abnickern degradiert haben. Zum sechzigsten Geburtstag der Kanzlerin hätten sie ja gerne mal so richtig drauf gehauen. Aber das geht ja nicht. Was bleiben denn auch für Spitzen wenn alles, was sich auf die Weiblichkeit der Person bezieht von vornherein tabu ist, wenn alles, was sich auf die Person selbst bezieht, auf ihr Verhalten in der Öffentlichkeit, auf ihre Spleens und Macken von vornherein aus den genannten Gründen außen vor bleiben muss. Lediglich die politischen gesellschaftlichen und strategischen Eigenschaften einer Politikerin. Und da kommt dann vermutlich ungewollt fast so etwas wie Anerkennung dabei raus. Das fällt schwer, zumal ja gerade wie in der Politik die männlichen Großkopfeten, die heutigen Chauvinisten im Schafspelz des Weicheis nicht so recht verstehen können, wie so etwas passieren konnte, dass ausgerechnet eine Frau und dann noch eine aus dem Osten zur beliebtesten und dazu auch noch zur mächtigsten Frau Europas, wenn nicht der Welt wurde. Da hätte man doch lieber einen Gerhard Schröder gesehen, der allerdings, wie wir alle wissen, durch selbst Disqualifikation hierfür ausgefallen ist. Die Frage heute morgen was kommt danach, was kommt nach Angela, klingt fast ängstlich, und mit Grausen stellt sich die linke intellektuelle Schreiberwelt des Spiegel vermutlich schon mal den Nobelpreis vor, möglicherweise das Amt des Bundespräsidenten. Aber bitte schön, um Gottes willen keine weitere Frau an der Spitze der Bundesrepublik. Fragt sich warum? Wo sich doch letztendlich gezeigt hat das ausgerechnet das sogenannte schwache Geschlecht offensichtlich die Stärken mitbringt die für diesen Job so notwendig sind. Man stelle sich die vergangenen Krisen unter einem Gabriel vor oder unter einem Schröder, einem Lafontaine. Oder man stelle sich  die vergangenen Krisen vor, gelöst nach den Mustern, die die unzähligen Schreiberlinge des Spiegel und anderer links orientierten  “Kampf Blätter” gerne gesehen hätten. Eine andere Welt. So bleibt den Wölfen nichts als Kreide zu fressen, mittelmäßige Artikel zu schreiben die jede Spitze vermissen lassen, und zum Geburtstag der Staatschefin die ein oder andere kleine fiese Bemerkung einzuschieben, natürlich immer darauf bedacht, politisch korrekt zu bleiben.

Ich von hier aus wünsche Alles Gute zum Geburtstag und, vielleicht in nicht ganz uneigennütziger Absicht, viele weitere erfolgreiche Jahre.