Zur Nacht

Wieder mal verquer mit der ganzen Welt. Wieder mal verquer mit mir selbst. Liegt an mir, ich weiß. Ich würde sie ja umarmen, aber zu groß zu schwer, kein Teil von mir und selbst die Nacht bringt schlechte Neuigkeiten. Wege, die gegangen sein sollten, liegen im Geheimen und die verbotenen Pfade, offenbaren sich als kahl, grau und ohne jede Farbe. Gefangen in einem Ich, das aufgestülbt scheint, fremd und ohne jeden Bezug zur Welt, die mir fremd ist, so wie ich ihr. Herausgefallen, das würde wohl das Wort, das sich formen möchte, wohl viel beschreibt aber nichts erklärt ebenso wie die Illusion des Trostes, der versucht auf heimlichen Schlichen sich widerwärtig anbiedernd klare und formende Gedanken zu verhindern. Der hat noch jeden klein gekriegt, den kühnsten Delinquenten in seiner letzten, kalten und hoffnungslosen Nacht. Besoffen kann er machen, dass der große, klare, helle und erschütternde Klang der Götter in Watte fällt und ungehört, stumm und verzagt dahin schimmelt. Verquer mit der ganzen Welt, verquer mit mir selbst. Liegt an mir, ich weiß. Ich hätte sie umarmt, wäre ich ein anderer gewesen, einer von denen, die es verstehen sich zu verkleiden, und das bisschen Ich zu verstecken in Fassaden und Kleidern, die ihnen noch nicht einmal gehören. Die sich gar Stücke der Illusion Trost nehmen und sie unter denjenigen verteilen, die daran glauben, es sei deren Geschenk. Eine nackte Drohung eigentlich, würde das Geschenk durchschaut. Dem Lachen ähnlich, das doch immer wieder zerschellt an den Wänden der Göttertempel, in denen sich die Schar einer verzagten Priesterschaft versteckt, die ohne jeden Gott leben muss. So komm Nacht, deck mich zu mit schlechten Neuigkeiten, die halten mich wach und alles bleibt klar, und fremd, und der helle und erschütternde Klang der Götter fällt auf die gläserne Hülle meines ungewollten Lebens.